Mars Base Camp: Lockheed Martin zeigt Pläne für eine Mars-Raumstation

Für Lockheed Martin läuft eine künftige Marsmission über eine Raumstation im Orbit des Planeten. Ein Mars Lander kann von dort aus Astronauten überall hinbefördern. Dazu braucht es das Orion-Raumschiff und jede Menge Wasser.

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Das Mars Base Camp basiert auf der Orion-Raumkapsel.
Das Mars Base Camp basiert auf der Orion-Raumkapsel. (Bild: Lockheed Martin/Screenhot: Golem.de)

Wie eine bemannte Mission zum Mars und das dazu nötige Ausrüstung aussehen soll, erklärt der Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin auf der Messe International Astronautical Congress 2017 in Australien. Das Unternehmen plant den Bau einer Raumstation, die im Orbit des Mars platziert wird. Das Mars Base Camp soll Platz und Ressourcen für eine Mannschaft von sechs Astronauten bieten.

  • So soll das Mars Base Camp aussehen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von der Station aus können Astronauten den Planeten und die Monde erforschen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Wichtige Informationen sollen gewonnen werden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Zentralmodul verbindet die zwei Teile. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Excursion Module mit Luftschleuse für Weltallausflüge. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Versorgungsmodule sind zweifach vorhanden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • zwei Orion-Kapseln bilden die Kommandoeinheiten. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Über Basisstationen lassen sich Sonden steuern. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Auch UAVs sind denkbar. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von privaten Unternehmen könnten Mars-Rover stammen. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Raumanzüge mit acht Beinen... (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • ... zum Landen auf den Mars-Monden.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Mars Lander bringt Astronauten zur Oberfläche. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Lander sieht aus wie eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Die Reibung ist nicht extrem hoch.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
Versorgungsmodule sind zweifach vorhanden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)

Der Vorteil einer solchen Raumstation ist für Lockheed Martin eindeutig: Über eine dem Mars naheliegende Kommandozentrale lassen sich Forschungen mit Mensch und Robotersonden schnell koordinieren. So soll es möglich werden, die Oberfläche des Mars - die in etwa der gesamten Landfläche der Erde entspricht - effizient abzudecken. Das sei allein schon dadurch gegeben, dass die Verzögerung eines Signals vom Marsorbit zu Rovern und UAVs auf der Marsoberfläche lediglich 250 Millisekunden betrage. Ein Signal von der Erde benötigt im Mittel etwa 13 Minuten und 48 Sekunden, je nach Position des Mars im Verhältnis zu uns.

Orion-Raumschiff als Basis für jegliches Equipment

Das Mars Base Camp soll aus "Technologie, die heute bereits verfügbar ist" bestehen, heißt es während der Präsentation. Die Station wird aus redundanten Modulen in zweifacher Ausführung bestehen, die über ein zentrales Labor miteinander verbunden sind. Die Kommandomodule basieren auf dem Orion-Raumschiff, das für bemannte Tiefraummissionen von der National Aeronautics and Space Administration (Nasa) und Lockheed Martin entwickelt wird.

  • So soll das Mars Base Camp aussehen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von der Station aus können Astronauten den Planeten und die Monde erforschen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Wichtige Informationen sollen gewonnen werden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Zentralmodul verbindet die zwei Teile. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Excursion Module mit Luftschleuse für Weltallausflüge. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Versorgungsmodule sind zweifach vorhanden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • zwei Orion-Kapseln bilden die Kommandoeinheiten. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Über Basisstationen lassen sich Sonden steuern. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Auch UAVs sind denkbar. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von privaten Unternehmen könnten Mars-Rover stammen. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Raumanzüge mit acht Beinen... (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • ... zum Landen auf den Mars-Monden.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Mars Lander bringt Astronauten zur Oberfläche. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Lander sieht aus wie eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Die Reibung ist nicht extrem hoch.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
zwei Orion-Kapseln bilden die Kommandoeinheiten. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)

Das Schiff wird durch solarelektrische Triebwerke bewegt. Als Treibstoff will Lockheed Martin ausschließlich Wasserstoff verwenden. Dieser wird, wie auch notwendiger Sauerstoff, in zwei Tank-Farms gelagert. Das Exkursionsmodul hat eine Luftschleuse und bietet Platz für Man Maneuvering Units (MMUS). Diese stellt sich Lockheed Martin mit acht Spinnenbeinen zur Landung auf den Marsmonden Phobos und Deimos und deren Erkundung vor.

Mars Lander erinnert an Space Shuttle

Ein wichtiger Teil des Mars Base Camp ist der Mars Lander. Auch dieses Raumschiff basiert auf der Technik von Orion. Astronauten finden im Cockpit die vertrauten Anzeigen, Steuerungen und Computer wieder. Ziel des Mars Landers ist es, eine Crew von vier Astronauten von der Raumstation auf die Oberfläche des Mars zu befördern und für zwei Wochen mit Sauerstoff zu versorgen. Das Design erinnert stark an eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete.

  • So soll das Mars Base Camp aussehen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von der Station aus können Astronauten den Planeten und die Monde erforschen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Wichtige Informationen sollen gewonnen werden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Zentralmodul verbindet die zwei Teile. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Excursion Module mit Luftschleuse für Weltallausflüge. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Versorgungsmodule sind zweifach vorhanden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • zwei Orion-Kapseln bilden die Kommandoeinheiten. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Über Basisstationen lassen sich Sonden steuern. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Auch UAVs sind denkbar. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von privaten Unternehmen könnten Mars-Rover stammen. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Raumanzüge mit acht Beinen... (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • ... zum Landen auf den Mars-Monden.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Mars Lander bringt Astronauten zur Oberfläche. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Lander sieht aus wie eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Die Reibung ist nicht extrem hoch.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
Der Lander sieht aus wie eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)

Der Lander nutzt zur Fortbewegung ebenfalls Wasserstoff und hat dafür einen 80-Tonnen-Tank verbaut, der sich wiederauffüllen lässt. Die Triebwerke haben eine Schubkraft von 132.000 Pfund oder umgerechnet knapp 6 Millionen Newton und damit etwa ein Viertel der Kraft des Space-Shuttle-Triebwerks SSME.

Unbetankt wiegt das Vehikel 30 Tonnen. Es ist an den Finnen mit Titan und Kohlefaser verstärkt. Trotzdem sollen die Kräfte und Reibungen, denen der Lander beim Eintritt in die Atmosphäre ausgesetzt ist, nur in etwa so hoch sein, wie die Kräfte auf eine SR-71 Blackbird. Dieses Spionageflugzeug wurde während des Kalten Krieges von Lockheed Martin entwickelt.

  • So soll das Mars Base Camp aussehen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von der Station aus können Astronauten den Planeten und die Monde erforschen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Wichtige Informationen sollen gewonnen werden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Zentralmodul verbindet die zwei Teile. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Excursion Module mit Luftschleuse für Weltallausflüge. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Versorgungsmodule sind zweifach vorhanden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • zwei Orion-Kapseln bilden die Kommandoeinheiten. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Über Basisstationen lassen sich Sonden steuern. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Auch UAVs sind denkbar. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von privaten Unternehmen könnten Mars-Rover stammen. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Raumanzüge mit acht Beinen... (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • ... zum Landen auf den Mars-Monden.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Mars Lander bringt Astronauten zur Oberfläche. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Lander sieht aus wie eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Die Reibung ist nicht extrem hoch.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
Die Reibung ist nicht extrem hoch.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)

Das liegt an der relativ geringen Eintrittsgeschwindigkeit, da der Lander vom Orbit aus startet, und an der relativ dünnen Atmosphäre des Mars selbst. Der Mars Lander soll auch für das Deep Space Gate eingesetzt werden können, der geplanten Mondraumstation.

Lockheed Martin glaubt an Marsmission in zehn Jahren

Bereits in einer Dekade soll es soweit sein: Dann soll das Mars Base Camp laut Lockheed Martin als Ausgangspunkt für die Erkundung des roten Planeten dienen. Vorerst werden jedoch andere Projekte als Vorbereitung realisiert. Das Unternehmen plant mit Exploration Mission 1 eine 25-tägige unbemannte Mission mit dem Orion-Raumschiff um den Mond. Exploration Mission 2 soll mit der gleichen Kapsel die ersten Menschen auf den Mond seit 1972 bringen, bevor es dann später zum Mars geht.

Eine wichtige Voraussetzung soll auch das Deep Space Gateway sein, von welchem aus die Versorgung des Mars Base Camp ausgeht. Der wichtigste Rohstoff soll Wasser sein, aus welchem der Treibstoff für Raumschiffe und Trinkwasser für Astronauten gewonnen werden soll. Deshalb spricht Lockheed Martin von einer auf Wasser basierenden Wirtschaft innerhalb des Weltalls.

  • So soll das Mars Base Camp aussehen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von der Station aus können Astronauten den Planeten und die Monde erforschen.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Wichtige Informationen sollen gewonnen werden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Zentralmodul verbindet die zwei Teile. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Das Excursion Module mit Luftschleuse für Weltallausflüge. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Versorgungsmodule sind zweifach vorhanden. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • zwei Orion-Kapseln bilden die Kommandoeinheiten. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Über Basisstationen lassen sich Sonden steuern. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Auch UAVs sind denkbar. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Von privaten Unternehmen könnten Mars-Rover stammen. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Raumanzüge mit acht Beinen... (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • ... zum Landen auf den Mars-Monden.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Mars Lander bringt Astronauten zur Oberfläche. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Der Lander sieht aus wie eine Mischung aus Space Shuttle und Rakete. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
  • Die Reibung ist nicht extrem hoch.<br> (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)
Von privaten Unternehmen könnten Mars-Rover stammen. (Bild: Lockheed Martin / Screenshot: Golem.de)

Dieses große Projekt soll nicht nur durch US-amerikanische Anstrengungen bewältigt werden. Lockheed Martin stellt sich eine internationale Kooperation, beispielsweise mit Russen, Chinesen, Japanern und Europäern vor. Die Esa baut beispielsweise das Servicemodul für Orion. Auch private Unternehmen sollen zur Raumfahrt ermutigt werden.

Sogenannte Commercial Logistics Pods werden an das Deep Space Gateway angedockt, über die die Station von der Erde aus mit Ressourcen versorgt wird. Diese sollen von privaten Unternehmen bereitgestellt werden. Auch Mond- und Marsrover von Unternehmen kann sich Lockheed Martin vorstellen. Gezeigt wurde etwa ein vierrädriges Fahrzeug des Automobilherstellers Audi.

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Anonymer Nutzer 01. Okt 2017

... sondern machen! bei der raumfahrt vermisse ich irgendiwie den drive des kaltenkrieges.

Anonymer Nutzer 01. Okt 2017

Irgendwer muss ja mal anfangen, oder?

Anonymer Nutzer 01. Okt 2017

... und träumst schlecht. .

Anonymer Nutzer 01. Okt 2017

. Nicht schlecht. Die SpaceX Crew von Elon Musk hat bis dahin aber vermutlich schon...



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