Parrot Bebop 2 angetestet: Länger und schneller fliegen

Die neue Drohne von Parrot kann länger in der Luft bleiben und eine vorgefertigte Strecke abfliegen. Wir haben uns angesehen, ob sich der Kauf lohnt.

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Parrot Bebop 2
Parrot Bebop 2 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Es wirkt wie die obligatorische Flugmission in Call of Duty, nicht einmal das Fadenkreuz fehlt: Das geht uns als Erstes durch den Kopf, als wir die Videobrille aufhaben. Was wir sehen, ist allerdings nicht gerendert, sondern das Videobild der Kamera in der neuen Drohne von Parrot, der Bebop 2. Auf einer Vorstellungsveranstaltung haben wir die neue Drohne einige Minuten ausprobiert.

Inhalt:
  1. Parrot Bebop 2 angetestet: Länger und schneller fliegen
  2. Lang erwartetes Feature endlich verfügbar

Das Videosignal erhält die Videobrille über HDMI vom Skycontroller. Mit dem neuen schwarzen Skycontroller scheuchen wir die Drohne durch die Halle. Unsere anfängliche Befürchtung, beim Flug per First-Person-View-Headset (FPV) seekrank zu werden, ist unbegründet. Trotz hektischer Steuermanöver sorgt der Bildstabilisator stets für ein ruhiges Bild. Auch fliegt sich die Drohne wie schon der Vorgänger butterweich und liegt stabil in der Luft. Einziger Nachteil des Fluges per FPV ist die leichte Latenz der Anzeige. So trauen wir uns nicht, die Geschwindigkeit voll auszureizen. Immerhin soll die Drohne jetzt bis zu 60 km/h schnell fliegen können, vorausgesetzt, es gibt keinen Gegenwind. Neu ist die FPV-Funktion allerdings nicht, es gab sie schon bei den früheren Skycontrollern.

Langer Flug mit bekannter Technik

Ansonsten hat sich auch bei den technischen Daten im Vergleich zum Vorgänger wenig geändert. Die Bebop 2 ist etwas größer, die Schutzbleche des Vorgängers sind verschwunden. Die Kamera hat immer noch einen 14-Megapixel-Sensor. Dessen Auflösung wird aber nicht voll ausgereizt, sondern künstlich auf Full-HD beschränkt. Die Reserve wird zur Bildstabilisierung verwendet und dient im Zusammenhang mit dem Fischaugen-Objektiv für Kameraschwenks, ohne die Drohne selbst zu bewegen. Die Aufnahmen werden weiterhin auf einem fest verbauten 8 GByte großen Flash-Baustein gespeichert.

  • Die Farbgebung der Bebop 2 soll eine einfachere Lageerkennung in der Luft erlauben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auch die helle Rückleuchte soll dabei helfen. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der schwarze Sky-Controller unterscheidet sich nicht von seinen Vorgängern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Kamera ist nach wie vor starr eingebaut. Kameraschwenks werden mit Hilfe des Fischaugenobjektivs und einem großen Sensor realisiert. Die Kamera ist nach wie vor starr eingebaut. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Für längere Filmaufnahmen lohnt sich ein FPV-Headset. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Die Farbgebung der Bebop 2 soll eine einfachere Lageerkennung in der Luft erlauben. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)

Die größte Änderung gibt es beim Akku. Musste der Vorgänger noch mit einer Akkuladung von 1.200 mAh auskommen, ist sie beim Nachfolger mehr als doppelt so groß und beträgt 2.700 mAh. Statt auf 8 bis 12 Minuten Flugzeit soll die Bebop 2 damit auf bis zu 25 Minuten kommen. Wie sich während unseres Tests zeigt, ist die Angabe realistisch. Das ist auch deswegen bemerkenswert, weil die neue Drohne rund 100 Gramm mehr wiegt.

Was wir leider während unseres Tests nicht prüfen konnten, ist die Qualität des Videomaterials. Da sich aber bei der Aufnahmetechnik offenbar nichts geändert hat, sollten unsere Testergebnisse der ersten Bebop immer noch gültig sein.

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Lang erwartetes Feature endlich verfügbar 
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